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Bito liefert Lager- und Kommissioniersysteme für Frischwaren

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Frisch und freundlich

In ihrem neuen Frischdienst-Verteilzentrum in Oberbipp setzt die Schweizer Volg-Gruppe auf rationelle Lager- und Kommissioniertechnik von Bito. Damit hat das Verteilzentrum seine Kommissionier- und Umschlagseffizienz wesentlich gesteigert und kann nun 430 Verkaufsstellen beliefern.

Die Detailhandelskette Volg gehört zur fenaco, der Unternehmensgruppe der schweizerischen Agrarwirtschaft. fenaco versorgt die Landwirte mit Produktionsmitteln, übernimmt deren Erzeugnisse, veredelt diese und vermarktet sie. Mit rund 9.000 Mitarbeitern erzielt die Unternehmensgruppe einen Jahresumsatz von etwa 5,68 Milliarden Schweizer Franken.

Volg beliefert in der Schweiz 930 kleinflächige Lebensmittel-Verkaufsstellen, 559 Volg-Dorfläden, 294 sogenannte Freie Detaillisten und 77 TopShops in den Agrola-Tankstellen. Die Gruppe hat im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 3,5% auf 1,41 Mrd CHF gesteigert. Die Grösse der zu beliefernden Läden und Shops liegt zwischen 60 und 400 Quadratmetern. Die Aufträge, die in den verschiedenen Volg-Verteilzentren eingehen, haben meist ein kleines bis mittleres Volumen. Das neueste Verteilzentrum, das speziell für Frischdienst-Produkte konzipiert ist, wurde am Standort Oberbipp eingerichtet. Bei diesem Projekt flossen die Erfahrungen der anderen Verteilzentren der Volg-Gruppe ein. Es wurde auch darauf geachtet, das geplante Wachstum ohne weiteren grossen Investitionsaufwand bewältigen zu können.

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Die Rollenbahneinlegesegmente aus Stahl machen aus einem statischen Palettenregal ein dynamisches Stückgutdurchlaufregal.

Vielfältiges Frischwaren- und Auftragsspektrum

«Mit unserer Strategie, sowohl Dorfläden, Märkte mittlerer Grösse, als auch Tankstellen-Shops kontinuierlich und schnell versorgen zu können, müssen wir in ganz anderen Kategorien denken», sagt Erich Ackermann, Bereichsleiter Frischdienst und Leiter des neuen Verteilzentrums. «Denn bei uns geht es nicht um halbe Wagenladungen, sondern um Kleinaufträge, die wir im Rahmen unserer Liefertouren pünktlich auszuführen haben.» Doch auch bei diesen Aufträgen gilt es, aus einem Warensortiment von 1.550 Frisch­artikeln termingerecht zu kommissionieren und zu liefern. «Bei der Kommissionierung dieser Aufträge lohnt sich nur ein kleiner Automatisierungsgrad», erklärt Ackermann. «Jedoch gibt es unterschiedliche Ratio-Potenziale, die wir im neuen Verteilzentrum konsequent aufgegriffen und erschlossen haben.» Dazu zählt die Lager- und Kommissioniertechnik. Für die Umsetzung holte sich die Volg-Gruppe die Firma Bito-Lagertechnik Bittmann AG mit Sitz in Rotkreuz (Schweiz) und Hauptsitz in Meisenheim (Deutschland) ins Boot.

Der Lagerspezialist konnte während einer intensiven Evaluation unter den potenziellen Lieferanten von Lagerausrüstungen mit innovativen sowie hochwertigen Detaillösungen überzeugen. «Wir benötigten nicht nur Palettenlager und Steckregale», erläutert Ackermann. «Wir hatten auch ganz bestimmte Anforderungen an die Tauglichkeit für den Kühlraum- und Lebensmittelbereich, an die Lauffähigkeit von Kartons und Kunststoffbehältern in verschiedenen Grössen und mit Gewichten bis maximal 40 Kilogramm, an geräuscharm laufende Tragrollen mit hoher Stabilität, an Prozesssicherheit und an die Lebensdauer.» Die Rollenbahnen der potenziellen Lieferanten wurden genau geprüft – und enttäuschten. Erst als Marco Bossert von Bito seine Rollenbahnen vorstellte, waren Ackermann und sein Team überzeugt. Denn diese sind nicht mit Kunststoffrollenleisten, sondern mit durchgehenden stabilen Metallrollen ausgerüstet und in einem engen Raster bestückt. Dazu kam die gute Beratung von Bito, worauf der Lagerspezialist den Zuschlag erhielt.

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Die Beschickungsseite eines Palettendurchlaufregals – die zweite Palette rollt nach der Entnahme der ersten Palette selbständig nach vorne.

Rationell lagern und kommissionieren

Das Frischezentrum in Oberbipp ist in verschiedene Kältezonen unterteilt. Die dort installierten Bito-Regale kommen entweder als Lager-, Puffer- oder Kommissionierregale zum Einsatz. Die Palettenregale für Früchte, Gemüse und Blumen dienen ausschliesslich zur Vorratslagerung. In den zwei Frischebereichen für Fleisch und Fisch sowie Eier- und Backwaren werden die Regale nicht nur als Lager- oder Puffer-, sondern auch als Kommissionierregale genutzt. Beide Zonen sind mit Steckregalen ausgestattet, die in je zehn Felder aufgeteilt sind, einfachtiefe Palettenregale mit fünf oder sechs Feldern sowie doppeltiefe Regale mit je drei Feldern. Um einzelne Artikel zu kommissionieren, werden in den doppeltiefen Palettenregalen Rollenbahnsegmente mit durchgehenden Stahlrollen eingelegt. Einzelne Kartons werden dort im FiFo (First-in-First-out)-Prinzip bereitgestellt. Zur Kommissionierung ganzer Verpackungseinheiten oder von grossen Mengen sind auf den Bodenplätzen ganze Paletten gelagert.

Der grösste Bereich ist für die Frischprodukte vorgesehen. Insgesamt bilden sechs Reihen mit doppeltiefen Regalen dort das Kommissionierzentrum. Die unterschiedlichen Frischeartikel sind entsprechend ihrer Umschlaghäufigkeit in unterschiedliche Regaltypen gelagert oder zur Kommissionierung bereitgestellt. Eine Reihe ist als Paletteneinschubregal ausgelegt, die nächste Reihe ist eine Kombination aus Paletten- und Stückgutdurchlaufregalen.

Bei den Durchlauf- und Einschubrollenbahnen ist eine Tragkraft von maximal 1.000 Kilogramm pro Palette gegeben, bei den Tuning-Rollenbahnen sind es maximal 160 Kilogramm pro Kanal. Die doppeltiefen Regale in Reihe drei sind statische Palettenregale mit ebenfalls eingelegten Rollenbahnsegmenten in der ersten Ebene. Aus diesen Regalen erfolgt die Kommissionierung von Stückgutware und palettierter Ware. Benötigt der Kommissionierer bei der Zusammenstellung des Auftrags nur einzelne Artikel, entnimmt er diese aus den Kartons in den Stückgutdurchlaufkanälen, ganze Verpackungseinheiten kommissioniert er direkt von der Palette. Die Palettenregale der anderen drei Reihen dienen hauptsächlich als Pufferregale und nur teilweise als Kommissionierregal. Zwei einfachtiefe Palettenregalreihen an den Wänden runden das Konzept im Frischproduktebereich ab.

Ein wichtiger Aspekt bei der Gestaltung des neuen Verteilzentrums war es, für die unterschiedlich frequentierten Artikel die passenden Lager- und Kommissioniersysteme einzusetzen. Die Konzeption in Oberbipp ist dabei so ausgelegt, dass ein Frischprodukt nie mehr als zwei Tage gelagert wird. Somit ist garantiert, dass an die unterschiedlichen Verkaufsstellen ausschliesslich frische Waren geliefert werden. Aber auch die Hygiene spielte bei der Regaleinrichtung eine wichtige Rolle: Früher wurden oft noch Holz- statt Fachbodenregale aus Stahl eingesetzt. Um Sauberkeit und Hygiene zu wahren, war dies jedoch kritisch. Der Wechsel bei den Stückgutdurchlaufregalen von Kunststoff- auf Stahlrollen geschah nicht nur aus Gründen der Lautstärke. Denn auch hier spielt eine leichte Reinigung eine wichtige Rolle.

Das Verteilzentrum wird jeden Tag von circa 80 Lieferanten versorgt. Mitarbeiter transportieren die Waren mit Staplern in das Lager. Dabei sind die Kommissionier- und die Nachschubgänge voneinander getrennt, damit die Bediener ungehindert arbeiten können. Ein- und ausgelagert oder kommissioniert wird in zwei Schichten an sieben Tagen in der Woche. Pro Tag verlassen rund 750 Rollis auf 22 Lkw das Verteilzentrum und beliefern zuverlässig die 430 Kunden.

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Das einfachtiefe Palettenregal dient als Nachschublager für Frischprodukte.

Stahlrollenbahnen für betriebs- und prozesssicheres Gebinde-Handling

Für Erich Ackermann ist die Funktionsfähigkeit der Regalanlagen und besonders der Rollenbahnen ein entscheidender Faktor für die gestiegene Kommissionier-Produktivität und das wirtschaftliche Handling von Kleinaufträgen. «Die installierten Regalanlagen sind sehr zuverlässig. Besonderes Lob verdienen die Stahlrollenbahnen. Denn leichte Ware muss genauso gut laufen wie schwere und diese sollte nach Entnahme nicht nach vorne schiessen, sondern zuverlässig vorlaufen und dabei möglichst wenig Lärm verursachen. Das hängt eben nicht nur vom Gefälle ab, sondern auch von der Leichtgängigkeit der Rollenbahnen», resümiert Ackermann.

Die unterschiedlichen Behälter und Gebinde laufen jetzt einwandfrei. Dazu werden die Durchlaufregale wie geplant flexibel und damit universell für unterschiedliche Produkte eingesetzt. Zehn Monate nach der Inbetriebnahme und der zwischenzeitlich gesammelten Erfahrung erreicht das Verteilzentrum pro Tag und Bediener 1.050 Zugriffe. Jeder Kommissionierer arbeitet einen Auftrag komplett ab, bei grösseren Aufträgen arbeiten zwei oder mehrere Mitarbeiter parallel. Und da die Aufträge von 25 bis mehrere Hundert Einzelpositionen beinhalten können, sind Zugriffe in dieser Höhe pro Person eine beachtliche Leistung. Die Kapazitätsausweitung und Produktivitätssteigerung führten dazu, dass immer mehr Kunden von der Leistungsfähigkeit des neuen Volg-Verteilzentrums für Frischprodukte überzeugt sind. Darauf ist der Zuwachs von 350 auf aktuell 430 Kunden zurückzuführen. Schliesslich bieten sowohl die Lager- als auch die Kommissionier-Kapazitäten noch Reserven, um bei Bedarf bis zu 600 Verkaufsstellen von Oberbipp aus beliefern zu können.

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Die sechs Doppelregalreihen bilden das Herzstück des Kommissionierzentrums für Frischprodukte.

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Erich Ackermann, Bereichsleiter Frischdienst und Leiter des Verteilzentrums der Volg Konsumwaren AG, Frischdienst Oberbipp.

BITO-Lagertechnik Bittmann AG

Bito ist auf Lager- und Betriebseinrichtungen sowie auf Kommissioniertechnik spezialisiert. Das Unternehmen bietet Regale und Regalsysteme, Lager- und Kommissioniersysteme, Kästen und Behälter sowie Lagereinrichtungen und Zubehör für sämtliche Branchen. Die Kunden erhalten selbst entwickelte und hergestellte Standardprodukte und projektspezifische Lösungen aus einer Hand. Das mittelständische Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland hat Fertigungswerke in Meisenheim und Lauterecken und ein Joint Venture mit Produktion in Indien. 14 Tochtergesellschaften in West- und Osteuropa sowie eine Tochtergesellschaft in Dubai gehören zur BITO-Gruppe. Dazu kommen weitere Vertriebsniederlassungen weltweit. 890 Beschäftigte erwirtschafteten 2013 einen Umsatz von 190 Millionen Euro.


BITO-Lagertechnik Bittmann AG

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