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Mensch und Maschine rücken zusammen

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Dass Menschen und Roboter Seite an Seite miteinander arbeiten, um gemeinsam bessere Ergebnisse zu erzielen, das galt vor einigen Jahren noch als Zukunftsmusik. Swisslog und der Augsburger Roboter- und Anlagebauer KUKA haben nun in Zusammenarbeit einen Mensch-Roboter-Arbeitsplatz entwickelt. Mit dieser neuen Produktionslösung ist die Vision der kooperativen Vernetzung von Mensch und Maschine nun vollständig in der Gegenwart angekommen. Dieses neue Technologiekonzept ist das erste Ergebnis der noch jungen Zusammenarbeit zwischen Swisslog und KUKA und ein unmittelbarer Beitrag zur 4. Industriellen Revolution, der Industrie 4.0.

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Der Mensch-Roboter-Arbeitsplatz «Automated Item Pick» von Swisslog mit dem ersten serientauglichen, kollaborativen Leichtbauroboter LBR iiwa von KUKA. Im Hintergrund das Carry-Pick-System mit den Regalen.

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Die Ware-zur-Person Lager- und Kommissionierlösung Carry-Pick von Swisslog: Fahrzeuge heben ganze Regale an und bringen diese zur ergonomischen Kommissionierstation.

Der Mensch-Roboter-Arbeitsplatz heisst «Automated Item Pick». Dahinter verbirgt sich der erste serientaugliche, kollaborative Leichtbauroboter LBR iiwa von KUKA, der die vollautomatischen Ware-zur-Person Kommissionierlösungen Carry-Pick und AutoStore von Swisslog um einem interaktiven Mensch-Roboter-Arbeitsplatz erweitert. Die Besonderheit dabei: Die zur Kommissio­nierung bereitstehenden Auftragsbehälter werden simultan durch einen Menschen sowie einen Roboter bedient – ohne dass eine Abgrenzung oder gar Umzäunung zwischen Mensch und Maschine erforderlich ist. Mittels Bildverarbeitungstechnologien sowie der sensitiven Gelenksensoren des LBR iiwa gelingt es Swisslog und KUKA, ein zukunftsweisendes Konzept industrietauglich umzusetzen. Der Mensch-Roboter-Arbeitsplatz wurde zur Kommissionierung in Lagerhäusern oder zur automatischen Versorgung einer Industriemontagelinie entwickelt.

Massgeschneiderte Industrie-4.0-Services

«Automated Item Pick» ist für Swisslog und KUKA ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in eine cyberphysische Zukunft - eine Zukunft, die klassische Automatisierungstechnologien mit den technischen Errungenschaften der IT-Welt verbindet und in welcher der Roboter eine zentrale Rolle spielen wird. Die Vision der «Smart Factory» baut darüber hinaus auf weitere Zukunftstechnologien, bei denen die Digitalisierung Einzug in die Intralogistik hält. Schauen Sie das Video unter www.swisslog.com/IntegrierteLogistik.

Basis für Weiterentwicklungen sind modernste Systeme für die Anlagen- und Softwaresteuerung. Bei Swisslog sind sie der Dreh- und Angelpunkt für leistungsstarke Integrationsleistungen – gleichzeitig aber auch der Schlüssel für neue, massgeschneiderte Services rund um das Warehouse-Management von morgen. Das Augenmerk von Swisslog richtet sich auf leistungsstarke Gesamtpakete für den Betrieb intralogistischer Anlagen – von der Steuerung über die Überwachung bis hin zur zuverlässigen Vorausschau auf sämtliche Betriebsabläufe im Lager. Die Zukunft, in der die Verantwortung und Entscheidungsfindung in der Anlagensteuerung und Lagerverwaltung auf die Schultern jeder einzelnen Lagerkomponente verteilt wird, hat bei Swisslog bereits begonnen.

Sensoren und Aktoren sowie die Steuerungs- und Antriebseinheiten sind bei sämtlichen Swisslog-Logistikanlagen so konzipiert, dass sie in dezentralen Netzwerkstrukturen einsetzbar sind. In Verbindung mit hochperformanten Data Warehouse-Technologien und intelligenten Algorithmen zur Datenauswertung bieten sie den Ausgangspunkt für zahlreiche Mehrwert-Services – etwa das Swisslog-Cockpit für die Lagerverwaltung, das einen Echtzeit-Überblick über sämtliche Betriebsabläufe im Lager bietet. Die Lösung funktioniert ähnlich wie ein Tachometer. Grafiken und Tabellen veranschaulichen sämtliche relevanten Betriebsparameter, zum Beispiel die tägliche Lagerkapazität oder die umgeschlagene Tonnage.

Innovative Analysetechniken

Mit dem neuen Condition Monitoring-Tool von Swisslog wird die permanente Zustandsüberwachung sämtlicher Komponenten einer Logistikanlage möglich. Hinter der Lösung stehen Business Intelligence Tools sowie innovative Analysetechniken. Das Condition Monitoring-Tool setzt umgehende Meldungen an die Servicekräfte ab, sollte sich ein vorkritischer Zustand im System anbahnen.

Die Vorhersage von Störungen – lange bevor diese tatsächlich auftreten – ist der nächste Schritt, den Swisslog mit einer Visualisierungslösung der nächsten Generation in Angriff nimmt. Bei der Lösung «Crystal Ball» stehen Langzeitanalysen der Daten im Vordergrund. Dies ermöglicht künftig einen Anlagenbetrieb, bei dem die Performance vollautomatisch optimiert wird.

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Mit dem neuen Condition Monitoring-Tool von Swisslog wird die permanente Zustandsüberwachung sämtlicher Komponenten einer Logistikanlage möglich.

Autor: Peter Hettich, Delegierter des Verwaltungsrats und CEO von Swisslog, Buchs AG


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