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Leichter schieben, effizienter kommissionieren – Arbeitsbedingungen verbessern und effizienter machen

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Elektrisches Antriebssystem in der Intralogistik

«Für die Akzeptanz ist ein positiver erster Eindruck wesentlich.» Michael Loss, Leiter Logistik, Depesche

Grusskarten, Schlüsselanhänger oder Kaffeetassen – mit dem Vertrieb von Geschenk- und Trendartikeln ist die Depesche Vertrieb GmbH & Co. KG gross geworden. Seit den 1980er Jahren beliefert Depesche Geschenk- und Spielwarensortimente, Schreibwarengeschäfte und immer mehr auch Supermärkte sowie den Buchhandel. Am Hauptsitz des Unternehmens in Geesthacht südlich von Hamburg arbeiten 125 Mitarbeiter in der Logistik. Tente stattete die Kommissionierwagen des Unternehmens mit der elektrischen Anfahrunterstützung e-drive 1 für Industrieanwendungen aus.

Kommissionierer im Dauereinsatz

Täglich verlassen zahlreiche Lkw-Ladungen das Hauptlager von Depesche in Geesthacht – an Bord sind Paletten und Einzelsendungen an Märkte und Geschäfte in Deutschland sowie im europäischen Ausland. Beim Zusammenstellen der Warensendungen arbeiten circa 50 Kommissioniererinnen im Lager: Sie sammeln Waren geführt über Put-to-Light-Systeme, stapeln diese auf Transportwagen und fahren sie zur Vorbereitung des Versands in die Packhalle.

Leichtes Anfahren, Schieben und Steuern der Wagen sind dabei das A und O. Vor diesem Hintergrund nehmen Investitionen in den Logistikbereich in vielen Unternehmen seit Jahren zu. Das Ziel: Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessern und damit Abläufe insgesamt effizienter machen.

Auch bei Depesche erreichen die Wagen, je nach Auftrag, mittlerweile ein Gewicht von 150–300 kg: «Während die Mitarbeiterinnen früher vor allem Plüschtiere und Kleinspielzeug geladen hatten, entwickelte sich in den letzten Jahren unser Sortiment auch stark im Bereich Buch», erklärt Michael Loss, Logistikleiter bei Depesche. «Malbücher, Kreativbücher oder Blocks machten die Ladungen immer schwergewichtiger.» Die grösste Herausforderung ist es, solch schwer beladene Wagen anzufahren. Dieser so genannte «Losbrechmoment» und auch das Manövrieren gerieten für die Lagerangestellten – durchweg Frauen – immer mehr zum körperlichen Kraftakt. Schmerzende Schultern, Arme und Handgelenke waren die Folge.

Ergonomie war der erste Ansatz

Um die Situation zu verbessern, hatte man bei Depesche schon länger über neue Wagenformen nachgedacht, die flacher und damit leichter zu beladen sind. Um die Veränderung perfekt zu machen, kamen die Rollen und damit Fahrbarkeit und Steuerung der Wagen gleich mit auf den Prüfstand. «Wir wollten das Problem von Beginn an umfassend lösen», so Loss. Insgesamt nimmt das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) einen immer grösseren Stellenwert in deutschen Unternehmen ein. Die jüngste Studie hierzu ergab, dass ein effektives BGM-Programm den Umsatz pro Mitarbeiter um bis zu 50 Prozent steigern und damit auch den Marktwert eines Unternehmens um mehr als ein Drittel erhöhen könne. Regelmässige Studien der Krankenkassen bestätigen, dass insbesondere Lagermitarbeiter zu den Berufsgruppen mit den meisten Krankheitstagen im Jahr gehören. Für Unternehmen sind Fehlzeiten und Krankheitskosten teuer – ergonomische Verbesserungen sind somit auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht wertvoll.

10 Monate lang Testfahrten

Als Lösung für leichteres Anfahren und Manövrieren kam eine elektrische Anfahrunterstützung in Frage: Diese sollte auf die bestehenden Wagen aufrüstbar und flexibel einsetzbar sein. Nach eingehender Prüfung verschiedener Angebote – allesamt deutsche Anbieter – entschied man sich bei Depesche für die Nachrüstung aller Wagen mit der Anfahrunterstützung e-drive 1 von Tente. «Zuvor konnten wir die Rolle über 10 Monate ausgiebig testen», erzählt Logistikleiter Loss. «Während dieser Zeit fuhr jede Mitarbeiterin mehrmals einen mit Fahrantrieb ausgestatteten Testwagen.»

Nachdem die Logistikexperten von Depesche am Markt keine geeigneten Wagen gefunden hatten, entwickelten sie mit einem Partnerunternehmen vor Ort ihre eigenen, für ihre Bedürfnisse optimalen Kommissionierwagen. Tente passte die Parameter der Rollen schliesslich individuell auf diese an.

Fünftes Rad am Wagen: Tente e-drive 1

Mit der Anfahrunterstützung fahren die Mitarbeiterinnen nun per Druck auf den Fahrschalter los: Die Geschwindigkeit ist stufenlos regulierbar, vorwärts und rückwärts.

Beim Anfahren der schweren Lasten sorgt e-drive 1 für erhöhte Spurtreue des Wagens. Die zuschaltbare fünfte Rolle erlaubt darüber hinaus ein leichtes Rangieren in den Gängen und an den Packstationen. In Ruhestellung fährt das e-drive 1 schliesslich hoch, um die Flexibilität des Wagens zu gewährleisten. Durch den Einsatz des gefederten Antriebs ist auch bei Bodenunebenheiten ein sicheres Anfahren gewährleistet. Mit der Entscheidung für Tente Rollen mit Elastik-Gummi erreichte Depesche zudem eine maximale Geräuschreduktion.

Leistungsfähige Elektromotoren zeichnen die Antriebsunterstützung insbesondere für den Bereich der Intralogistik aus. Leicht zu betätigen ist die Handbedieneinheit als Ein-Knopf-Bedienung, mit integrierter LED-Anzeige über System- und Akkustatus. Sie wird flexibel in vertikaler oder horizontaler Ausrichtung, in Rohr- und Flächenbefestigung montiert. Als Plug & Play-System kann e-drive 1 sehr unkompliziert an allen Wagenmodellen nachgerüstet werden.

Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte

Für Depesche hat sich der Einsatz gelohnt: Das Unternehmen rüstete das e-drive 1 an allen 37 Kommissionierwagen nach. Schon in der Testphase waren die Verbesserungen für alle spürbar und somit die Überzeugungsarbeit im Unternehmen gemeistert.

Die Auslegung für Gewichte von bis zu 400 kg bietet künftig auch noch Entwicklungspotenzial für die Beladung der Wagen. Zudem stimmte für Depesche das Preis-Leistungs-Verhältnis der Tente Rolle.

Ausgerichtet auf zukünftigen Bedarf

Guido Platte, Produktmanager bei Tente, bestätigt diese Erfahrungen auch aus anderen Branchen: «Die richtige Rolle macht einen enormen Unterschied – beim Anfahren und Stoppen ebenso wie beim Manövrieren. Unsere Rolle ist sehr solide, hat ein Gehäuse aus verzinktem Stahlblech und ist für zahlreiche Industrieanwendungen geeignet. So wird sie zum Beispiel häufig an Wäscherei-, Speiseverteil- oder Bücherwagen eingesetzt.» Und schliesslich rechnet sich die reduzierte körperliche Belastung der Lagermitarbeiter für jedes Unternehmen: Mitarbeiter sind weniger krank und zufriedener am Arbeitsplatz. «Auch der Blick auf immer älter werdende Belegschaften ist wichtig», ergänzt Platte. «Mit diesen Massnahmen hält man Mitarbeiter länger im Unternehmen.»

Tente ist ein weltweit führender Hersteller innovativer und hochwertiger Räder und Rollen für die Bereiche Medical, Institutional und Industrial. Seit der Gründung 1923 hat das Familienunternehmen vielfältige Varianten und Massanfertigungen von Rollen und Rädern entwickelt, die weltweit zum Beispiel an Kranken- und Pflegebetten, Einkaufswagen oder Spezial-Transportgeräten sowie grossflächig im industriellen und medizinisch-technischen Bereich zum Einsatz kommen.

Auf einen Blick

Unternehmen

Depesche Hauptsitz: Geesthacht bei Hamburg

380 Mitarbeiter

Branche

Vertrieb von Trendartikeln international

Herausforderung/Ziele

Sortimentserweiterung und erhöhtes Stückgewicht pro Artikel

Lösung

Ausstattung von 37 Kommissionierwagen mit dem e-drive 1 Antriebssystem sowie komplette Rollensätze 3470UFP160P63

Nutzen

– Leichtes Anfahren schwerer Lasten

– Leistungssteigerung der Mitarbeiter durch Kräfteeinsparung

– Spurtreue bei dem Verfahren von schweren Lasten

– Gedämpfter und leiser Lauf durch Elastik-Gummibandagen


Tente AG

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