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Mehr Dynamik durch sich selbst organisierende Wertschöpfungsketten

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Das Logistik- und Verteilzentrum einer europäischen Handelskette

Moderne Industrie- und Handelsunternehmen sind heute mehr denn je auf hochautomatisierte, dynamische Logistikprozesse angewiesen. Doch solange Waren- und Datenströme getrennt verlaufen, stösst die Effizienzsteigerung an natürliche Grenzen.

Um diese zu überwinden, verfolgt der zur KUKA Gruppe gehörende Logistikexperte Swisslog ein klares Ziel: sämtliche physischen Warentransporte durchgängig mit digitalen Informationsströmen zu verschmelzen, um die Voraussetzungen für sich selbst organisierende Wertschöpfungsketten zu schaffen.

Im Zeitraum der letzten zwei Jahre ist so eines der modernsten Logistik- und Verteilzentren Europas entstanden. Aus dem äusserst leistungsfähigen Omnichannel-Lager wird eine europäische Handelskette ab Sommer 2016 europaweit rund 1 000 Filialen und zahlreiche Online-Shops beliefern.

Intelligent nutzbar gemachte Datenströme sind der Schlüssel für den Eintritt in die Welt sich selbst steuernder Prozesse. Ausgestattet mit einer grossen Bandbreite modernster Automatisierungskomponenten für Paletten, hängende Waren und Kleinteile, ist eine europäische Handelskette für dieses Ziel bereits bestens gerüstet. Dreh- und Angelpunkt der modernen Logistiklösung ist eine Swisslog-eigene Lagerverwaltungs- und Steuerungssoftware. Sie bildet das intelligente Verbindungsglied zwischen Hochregal- und Kleinteilelager, dem 80 Roboterfahrzeuge umfassenden AutoStore-System, den Hub- und Fördertechnikkomponenten und der Cross-Belt-Sortieranlage sowie dem kundenseitigen Warenwirtschaftssystem (ERP).

Die digitale Prozesskette kann sämtliche Informationen über die physischen Warenbewegungen in Echtzeit zur Verfügung stellen. Die Lagerverwaltungssoftware ist dabei in ständigem Austausch mit dem Warenwirtschaftssystem. So lässt sich sicherstellen, dass sämtliche via Online-Shop oder von den Filialen georderten Waren zum Zeitpunkt der Bestellung tatsächlich im Lager verfügbar sind. Drohen Engpasssituationen im Warenbestand, kann der europäische Modehändler zum Beispiel schnell reagieren und den fehlenden Artikel ohne Zeitverzögerung aus dem Stamm der angebotenen Artikel nehmen. Bereits heute ist ein Grossteil der Swisslog-Logistikkomponenten des Systems mit autonomen Steuerungs- und Antriebseinheiten ausgestattet. Im Sinne eines cyber-physischen Systems können sie jederzeit auch in den dezentral organisierten Netzwerkstrukturen zukünftiger IoT-Welten eingesetzt werden.

Basis dieses Industrie 4.0-Ansatzes ist die direkte Peer-to-Peer-Kommunikation zwischen einzelnen Lagerkomponenten. Regalbediengeräte, die sich mithilfe künstlicher Intelligenz über den aktuellen Standort sowie den Bestimmungsort einer Transporteinheit austauschen, eliminieren die Verzögerungszeiten, die bislang durch die Kommunikation mit der zentralen Steuerungseinheit entstehen. Theoretisch sind einzelne Komponenten des Swisslog Gesamtsystems dazu befähigt, selbstständig Massnahmen im Hinblick auf die Optimierung gesamter Logistikprozesse zu ergreifen. Ein wichtiger Anfang ist in dieser Hinsicht bereits gemacht: Die Verbindung von hoch performanten Data-Warehouse-Technologien und intelligenten Algorithmen zur Datenauswertung bietet den Kunden von Swisslog schon heute die Möglichkeit, performanceorientierte Mehrwert-Services wie das Condition-Monitoring in Anspruch zu nehmen. Das Condition-Monitoring-Tool ist ein modularer Baustein und integraler Bestandteil des Swisslog-Systems zugleich. Dieses liefert einen Echtzeit-Überblick über den Energieverbrauch und die gesamte Lagerperformance – und warnt die Servicetechniker, sollte sich systemseitig ein kritischer Zustand anbahnen. Die Vorhersage von Störungen – lange bevor diese tatsächlich auftreten – ist der nächste Schritt, den Swisslog mit einer Optimierungslösung in Angriff nimmt. Bei der Lösung «Crystal Ball» stehen Langzeitanalysen der Daten im Vordergrund. Dies ermöglicht einen Anlagenbetrieb, bei dem die Performance vollautomatisch optimiert wird.


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