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Wie ein Tanklager die Herstellung eines Frischeprodukts flexibilisiert
Der Schokoladenhersteller Läderach arbeitet an drei Produktionsstandorten – in Bilten 1 wird die flüssige Schokolade hergestellt. Hier hat Autexis ein neues Tanklager integriert. Dabei konnte auf das verfahrenstechnische Fachwissen und Know-how in der Schokoladenindustrie zurückgegriffen werden.

Flüssige Kakaomasse, Bild: Läderach
Im glarnerischen Bilten stellt Läderach am Standort Bilten 1 hochqualitative Grundmasse (auch Couverture genannt) her, welche anschliessend an den Produktionsstandorten Ennenda und Bilten 2 weiterverarbeitet wird. Weil die Haltbarkeit der Schokolade begrenzt ist, arbeitete die Produktion bisher stark on-demand. Eine deutliche Entlastung hat ein Tanklager mit 50 Tonnen Kapazität gebracht. Die Schokolade ab den Conchen wird nun nicht nur in mobile Container, sondern auch in das neue Tanklager gefördert. Der Bezug aus dem Tanklager wiederum erfolgt entweder in mobile Container oder mit einem direkten Anschluss für LKW-Transporte an andere Standorte. Die Datenverwaltung der Chargen wurde automatisiert und soll dadurch standortübergreifend einen Mehrwert generieren.

Zu den Projektanforderungen gehörte zudem, dass die Anlagenteile in einem zentralen Leitsystem gesteuert und bedient werden können und zum einfachen Handling auch vor Ort Bedienungen möglich sein sollen. Dabei galt es auch, die sicherheitskritischen Aspekte in verschiedenen Kategorien zu berücksichtigen. Zudem musste eine Chargenrückverfolgbarkeit gewährleistet werden, dies wiederum standortübergreifend.
Ins Pflichtenheft flossen die Wünsche und Anforderungen der Projektleiter, Linienführer und Bediener ein. Mittels der Simatic-Unified-V19-Lösung wurden sämtliche Prozesse und Bedienvorgänge visualisiert. Das System ist so aufgebaut, dass der Bediener auf einer interaktiven Ebene geführt wird. Dadurch sind eine hohe Anlagenverfügbarkeit und eine einfache Operator-Schulung sichergestellt. Die Auftragserstellung wurde, soweit möglich, automatisiert, damit wiederkehrende Daten nicht erneut eingegeben werden müssen. Die hohen steuerungs- und sicherheitstechnischen Anforderungen werden mit einer Simatic S7-1500SPF CPU gesteuert.
Gemeinsam konnte so ein Projekt umgesetzt werden, das die Effizienz und Flexibilität in der Produktion erheblich steigert und somit den täglichen Betrieb entlastet. Der Erfolg ist eine gute Grundlage für die Erweiterung zum neu geplanten Läderach-Standort Bilten 2.
Von André Bieri, Head of Process Control Autexis
Autexis AG
Durisolstrasse 6
5612 Villmergen
Telefon 056 619 11 11
Fax 056 619 11 33
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Migration des SAP-MII-Systems
Coop ist ein bedeutender Akteur im Schweizer Einzelhandel und führend in der Digitalisierung sowie der Optimierung von Prozessen in der Lebensmittel- und Non-Food-Produktion.
Autexis hat bei Coop erfolgreich die Migration des SAP-MII-Systems durchgeführt und damit die Verbindung zwischen dem ERP-System und den Shopfloor-Ebenen optimiert. Die Digital Factory Suite, die sich durch hohe Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität auszeichnet, ersetzt das bisherige MES, das ebenfalls von Autexis stammt. Das neue Manufacturing Execution System zentralisiert die Produktionsprozesse an allen Coop-Standorten und bildet sämtliche Abteilungen, Produktionslinien sowie Arbeitsplätze und Anlagen digital ab. So erhält Coop eine umfassende, unternehmensweite Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette.

Integriertes Auftrags- und Printmanagement
Ein wichtiger Meilenstein war die Realisierung eines durchgängigen Auftragsmanagements. Prozessaufträge werden direkt aus dem SAP-System an die Digital Factory Suite übermittelt und von dort aus an die passende Produktionslinie am entsprechenden Standort weitergeleitet. Die Anlagen melden die präzise produzierte Menge anschliessend zurück an die Digital Factory Suite, bevor relevante Daten wieder ins SAP-System übertragen werden.

Digitaler Assistent für Anlagenführer
Zusätzlich wurde an einem ersten Produktionsstandort ein digitaler Assistent eingerichtet. Dieser unterstützt die Anlagenführer durch vollständig automatisierte und digitalisierte Qualitätsprüfungen sowie Wartungsaufgaben. Ein digitales Schichtbuch ergänzt die Lösung, indem es den Mitarbeitenden ermöglicht, ihre Erfahrungen und Erkenntnisse direkt an der Produktionslinie zu dokumentieren.
Das Rollout des neuen Systems über alle Standorte hinweg wird schrittweise um zusätzliche Funktionalitäten erweitert, etwa Chargenrückverfolgbarkeit und Leistungsanalysen.
Mit der Migration von SAP-MII auf die Digital Factory Suite von Autexis hat Coop einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung flexibles MES und Prozessoptimierung gemacht und ist für die zukünftigen Herausforderungen im Produktions- und Handelsumfeld bestens gerüstet.


Von Philippe Ramseier, Partner Autexis
Autexis AG
Durisolstrasse 6
5612 Villmergen
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Fax 056 619 11 33
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Transparenz über die gesamte Lieferkette
Digitaler Produktpass: MULTIVAC präsentiert Gesamtlösung für die Lebensmittelbranche
Ein neues Level an Transparenz für Konsumenten, einfacheres Bestandsmanagement für den Handel, Rückverfolgbarkeit für den Hersteller und optimiertes Recycling der Verpackung – dies alles kann mittels eines digitalen Produktpasses realisiert werden. Die MULTIVAC Group wird gemeinsam mit Partnern hierzu eine ganzheitliche Lösung vorstellen, die die Bedürfnisse aller Akteure der Supply Chain berücksichtigt.

Der digitale Produktpass eröffnet Lebensmittelherstellern zahlreiche neue Möglichkeiten. Durch eine ganzheitliche Beratung und Lösungsrealisierung möchte MULTIVAC es den Herstellern möglichst einfach machen, die für sie jeweils beste Lösung umzusetzen.
Produkt, Packstoff und Prozessdaten werden von der Verpackungslinie erfasst und der einzelnen Packung oder Charge zugeordnet. Ein packungs- bzw. chargenindividueller QR-Code mit GS1 Digital Link wird automatisch generiert und auf der jeweiligen Packung aufgebracht. Jeder Packung können somit beliebige zusätzliche Informationen mitgegeben werden, die für die verschiedenen Akteure der Supply Chain relevant sind.
Zur Gesamtlösung der von MULTIVAC mit Partnern realisierten Lösung gehört auch eine Website, auf die Verbraucher durch Scannen des QR-Codes gelangen. Diese kann spezifische Informationen bzgl. Produktherkunft, Verarbeitungsstationen oder auch Tipps für die Zubereitung der Produkte beinhalten. Hierdurch erhält der Konsument zusätzliche Transparenz sowie Informationen und der Produzent hat die Möglichkeit, stärker mit Kunden zu interagieren.
Der gleiche Code enthält auch z. B. das Mindesthaltbarkeitsdatum. Dieses ist zwar bereits heute auf Verpackungen aufgedruckt, durch die Einbindung in den GS1 Code kann nun aber beim Scan an der Kasse genau zugeordnet werden, um welche Packung mit welchem Mindesthaltbarkeitsdatum es sich jeweils handelt. Dies erleichtert das Bestandsmanagement für den Handel enorm und reduziert den Verderb von Lebensmitteln erheblich.
Produzenten erhalten zusätzliche Transparenz bezüglich des Verbleibs von Produkten einer bestimmten Produktionscharge. Für Recycling-Unternehmen wiederum können spezifische Informationen zur Packstoff-Materialzusammensetzung die Wiederverwertbarkeit erleichtern.
MULTIVAC Export AG
Bösch 65
6331 Hünenberg
Telefon 041 785 65 65
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Naturpflege anders – Nachhaltigkeit und ökologisches Denken

Statt Rasenmäher auf unseren Grünflächen haben wir auch schon eine ungewöhnliche, aber sehr effiziente Lösung eingesetzt: schottische Hochlandrinder. Diese robusten Tiere pflegen unsere Wiesen auf natürliche Weise – sie fressen das Gras, düngen den Boden, fördern die Artenvielfalt und reduzieren gleichzeitig den Einsatz von Maschinen, Kraftstoffverbrauch und Lärm.
Wir gewinnen damit gleich mehrfach:
– Umweltschonung: Kein Benzin, kein Öl, kein damit verbundener CO2-Ausstoss durch das Mähen.
– Artenvielfalt: Die Rinder schaffen durch ihr Weideverhalten abwechslungsreiche Strukturen in der Flora, bodennahe Pflanzen erhalten neue Chancen.
– Bodengesundheit: Natürliches Düngen durch die Tiere unterstützt ein intaktes Bodenleben und verbessert die Wasseraufnahme.
– Erlebnis: Für Mitarbeitende, Kunden und Nachbarschaft sind die Tiere ein schöner Anblick – Natur live.
Unser Beitrag – Nachhaltigkeit heute
Neben unserer «Rasenmäher-Initiative» gab und gibt es bei uns vielfältige weitere Engagements und Projekte, mit denen wir Verantwortung übernehmen – ökologisch, wirtschaftlich und sozial.
1. Recycling & nachhaltige Verpackungen – BREEN
Unter dem Label BREEN – https://www.bourquinsa.ch/breen/ denken wir Verpackungen ganzheitlich neu:
– Unsere Verpackungsentwicklung achtet darauf, möglichst recycelte Materialien und nachwachsende Rohstoffe zu verwenden.
– Wir optimieren Designs, um Material einsparen zu können und als Verpackungsunternehmen möglichst wenig Abfall zu erzeugen.
– Zudem leben wir Nachhaltigkeit nicht nur in der Herstellung, sondern auch in der Beratung – wir unterstützen Kunden dabei, Verpackungen effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten.

2. Energieversorgung & Photovoltaiktechnik
Ein zentraler Pfeiler unserer Umweltverantwortung ist die Nutzung erneuerbarer Energie:
– Wir investieren an unseren Produktionsstandorten in Photovoltaik-Anlagen, um einen Teil unseres Strombedarfs aus sauberer Solarenergie zu decken. Damit reduzieren wir Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.
– Wir verfolgen Entwicklungen in der Photovoltaik sehr genau – etwa zur Effizienzsteigerung der Module, zur besseren Nutzung des Sonnenlichtspektrums und zu Recyclingverfahren für Solarmodule.
3. Weitere Massnahmen
– Labels, Zertifizierungen und Mitgliedschaften: Wir engagieren uns langfristig, übernehmen soziale Verantwortung und verpflichten uns zu Umweltstandards.
– Transparenz und Beratung: Wir informieren offen über unsere Nachhaltigkeitsstrategie und beraten sowohl intern als auch bei Kunden, wie man umweltfreundlicher produzieren und konsumieren kann.
Bourquin – Schweizer Familientradition seit 1905
Die Bourquin SA mit Sitz in Couvet, Oensingen und Schlieren ist einer der führenden Schweizer Hersteller von Verpackungslösungen aus Voll- und Wellkarton. Als Verpackungshersteller entwickelt, produziert und vertreibt Bourquin SA Lösungen innerhalb einer wertschätzenden und familiengeführten Eigentümerstruktur. Die Kunden erleben ein zukunftsorientiertes Dienstleistungsangebot rund ums Verpacken. Der Fokus zielt auf schlanke Prozesse mit moderner Informationstechnologie und passende Betriebs- und Wartungsmodelle.
Bourquin SA
Nordringstrasse 23
4702 Oensingen
Telefon 062 388 01 23
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